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Millioneninvestition im Dörpener Hafen

veröffentlicht am 23.07.2011 in Presse und Entwicklung
Für schätzungsweise elf Millionen Euro soll ab 2012 der Hafen in Dörpen ausgebaut werden. Ziel ist es, die Umschlagkapazitäten von zuletzt 1,9 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln.

Dicht an dicht stapeln sich die Container auf dem Umschlagplatz im Dörpener Hafen. Aus dem Führerhaus im Portalkran manövrieren Kranführer wie Wilhelm Liesen aus Kluse-Ahlen bis zu 25 Container pro Stunde von A nach B. Fotos: Gerd Schade

Die Pläne für Hafenerweiterung erläuterte Peter Fischer (Mitte) den Gemeindevertretern Heinz-Hermann Lager, Manfred Gerdes, Hartmut Schneider und Hans Hansen (von links).

Dörpen. Die Bauzeit ist mit rund sieben Monaten veranschlagt. Investorin ist die Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr (DUK). Die Gesellschaft bildet die Keimzelle des Güterverkehrszentrums Emsland (GVZ), das in Kombination der drei Verkehrsträger Straße, Wasser und Schiene mit einem Gesamtumschlag von knapp fünf Millionen Tonnen 2010 einen neuen Rekord erzielt hat. DUK-Geschäftsführer Peter Fischer zufolge ist das GVZ im Hafen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. "Es ist jetzt an der Zeit, die Weichen für einen Ausbau zu stellen", sagte Fischer gestern bei der Vorstellung der Pläne.

Dörpener Hafen platzt aus allen Nähten

Umschlaggesellschaft plant Erweiterung für elf Millionen Euro – Startschuss soll 2012 fallen.

Dörpen. Der Umschlagplatz am Wendebecken im Dörpener Hafen platzt aus allen Nähten. Dicht an dicht stapeln sich die Container auf der rund zwei Hektar großen Fläche. Der Portalkran manövriert pro Stunde bis zu 25 Container von A nach B. Und doch kommt er mit dem Laden und Löschen der Binnenschiffe zeitweise kaum nach. Weil die bisherigen Kapazitäten aufgrund des in den vergangenen Jahren stark angestiegenen Umschlags nahezu ausgereizt sind, soll der Hafen ab 2012 erweitert werden. Das Investitionsvolumen ist mit elf Millionen Euro, die Bauzeit mit rund sieben Monaten veranschlagt.

Mit 1,9 Millionen Tonnen hat der Dörpener Hafen 2010 das zweitgrößte Umschlagvolumen aller Binnenhäfen in Niedersachsen erzielt – so viel wie noch nie. Mit der Hafenerweiterung sollen die Umschlagkapazitäten nun verdoppelt werden. Das hat der Geschäftsführer der Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr (DUK), Peter Fischer, gestern bei der Vorstellung der Erweiterungspläne deutlich gemacht. Die DUK ist Investorin des Millionenprojektes. Die endgültige Investitionsentscheidung sei zwar noch nicht gefallen, weil die Finanzierung mit Unterstützungvon Fördergeldern aus Bundesmitteln noch nicht endgültig unter Dach und Fach sei, betonte Fischer. Er zeigte sich aber davon überzeugt, dass die Finanzierung innerhalb der nächsten zwei Monate steht. Für den DUKGeschäftsführer steht angesichts der Entwicklung der Umschlagzahlen fest: "Wir müssen jetzt reagieren – und zwar schnell." Demnach soll der erweiterte Hafen schon im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Die Pläne am Wendebecken sehen im Kern eine Spiegelung der westlich des Wendebeckens gelegenen Hafenanlagen auf die Ostseite vor. Die gesamte Seite soll mit einer etwa 300 Meter langen Kaimauer aus Stahlspundwänden ausgestattet werden. Außerdem ist geplant, das Wendebecken um etwa 40 Meter auf dann 170 Meter zu verbreitern. „Damit treffen wir Vorsorge, dass die für eine Zulassung auf dem Küstenkanal vorgesehenen Großmotorgüterschiffe mit einer Länge von 140 Metern im Dörpener Hafen wenden können“, erläuterte Gemeindedirektor Hans Hansen. Die östlich angrenzenden Flächen sollen als Umschlag und Lagerflächen befestigt werden. Längerfristig fasst die DUK den Bau eines zweiten fest installierten Portalkrans ins Auge. Die Kosten dafür bezifferte Fischer auf viereinhalb bis fünf Millionen Euro. Bis es so weit ist, sollen mobile Kräne zum Einsatz kommen. Bürgermeister Hartmut Schneider (CDU) bezeichnete die geplanten Investitionen der DUK als „Zeugnis eines großen Vertrauens der Wirtschaft in die Entwicklungsfähigkeit des Industriestandortes Dörpen“. Der Gemeinde- Kämmerer und Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Heinz- Hermann Lager, machte deutlich, dass für die Kommune ein zweites Millionenprojekt neben der ebenfalls ab 2012 geplanten Erweiterung des Industriegebietes inklusive Südumgehung und Bahnüberführung finanziell nur schwer zu stemmen gewesen wäre. Schneiders Stellvertreter Manfred Gerdes lobte die „kluge Flächenpolitik“ von Rat und Verwaltung in den vergangenen Jahrzehnten. Dank stets mit Weitblick getätigter Grundstückskäufe könne die Gemeinde durch zügige Bereitstellung der Flächen ihren Beitrag zum Hafenausbau leisten, sagte Gerdes.

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