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Von Containern und Kapazitäten

veröffentlicht am 21.07.2012 in Presse und Entwicklung
Die Logistiker der Dörpener Umschlaggesellschaft sind tonnenschwer im Geschäft (Bericht Ems-Zeitung 21.07.2012 von Robert Heinze).

Schwerelos trotz 30 Tonnen Gewicht: Das Verladen von Containern ist für den Portalkran der Dörpener Umschlaggesellschaft ein Leichtes. Fotos: Robert Heinze

Dörpen. Mit einer kleinen Handbewegung am Joystick kann Rainer Weidner die Schwerkraft aufheben. Scheinbar schwerelos schwebt der Container von seiner Ruheposition auf einen der beiden Güterzüge gut zwölf Meter unterhalb von Weidners Füßen. Sein Arbeitsplatz ist der „PK 2“ – einer von drei Portalkränen auf dem Gelände der Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr, kurz DUK. Gemeinsam mit seinen Kollegen verlädt Weidner jeden Tag unzählige Container für deren Reise rund um den Globus.

In einem Logistikunternehmen greifen viele Räder ineinander. Bevor der Kranführer in luftiger Höhe loslegen kann, ist am Boden Disponent Andreas Springfeld gefragt. Von seinem Bürofenster aus kann er die Verladeanlagen und die endlosen Wagenreihen der Güterzüge sehen, die jeden Morgen in Dörpen eintreffen. Doch die Aufmerksamkeit Springfelds gilt jetzt den Zahlenkolonnen, die sich vor seinen Augen am Computer aufreihen: Er muss das zur Verfügung stehende Kontingent an Transportraum verplanen. „Ein Teil davon ist schon gebucht“, sagt Springfeld.

 

Am Abend zuvor sind die Buchungen aus Nürnberg, München und Ludwigshafen eingegangen, den drei Zielen, die an fünf Tagen die Woche von Dörpen aus mit je einem Zug angefahren werden. Disponent Springfeld jongliert mit seinen Zahlen, bis die Ladeplanung steht. Das Knifflige daran: die schwankende Länge der Container. Zwischen sechs und zwölf Meter messen sie, dazu kommen noch Sondermaße. Daher muss der Ladeplan jeden Tag neu berechnet werden.

Effiziente Raumnutzung

Nachdem der Disponent zunächst nur auf dem Papier Container gestapelt hat, schlägt die Stunde der Männer auf dem gut fünf Fußballfelder großen „Verladeareal Straße/Schiene“ des Güterverkehrszentrums. Das Sagen dort hat Platzmeister Hans Hunfeld. Seine Aufgabe: die Güterzüge ladefertig machen. Mehr als 400 Meter lang sind die von der Bahn am frühen Morgen bereitgestellten Züge, deren Wagen Hunfeld nun nacheinander abarbeitet. Er klappt die schweren stählernen Sicherungszapfen nach oben, auf denen später die Container andocken. Jeder der Waggons hat in genormten Abständen gegenüberliegende Paare dieser Zapfen. Je nachdem, was im Plan vorgesehen ist, sind die entsprechenden Paare aufzustellen, damit die Ladefläche so effizient wie möglich genutzt wird.

52 Treppenstufen über den Ladegleisen sitzt Rainer Weidner in seiner Kanzel unterhalb der Traverse des Portalkranes. Die Container im Depot neben den Gleisen, die am Boden noch riesig erschienen, haben von oben gesehen nur noch Spielzeuggröße. Zwölf Meter geht der Blick in die Tiefe. Weidner: „Wir sind alle schwindelfrei.“

30 Tonnen in den Seilen

Wirkte der Portalkran zuvor noch starr und unbeweglich, zeigt sich jetzt, was in dem 20 Meter überspannenden Großgerät steckt. Über Funk meldet sich ein Speditionsfahrer an, er will aus dem Depot eine Ladung abholen, die am Morgen mit dem Frühzug in Dörpen aufgelaufen ist. Weidner schaut auf das Display des Bordcomputers, gleicht die durchgegebene Containernummer mit der im Computer vermerkten Positionsangabe ab und setzt den Kran in Bewegung. Fast lautlos rollt dieser auf seinen Schienen.

An Ort und Stelle lässt Weidner das Krangeschirr gefühlvoll herab. Einen Augenblick später schnappen die vier Haken an den oberen Ecken der Transportbox ein, Weidner zieht am Joystick, der Container erhebt sich in die Luft. Eine kurze Kontrolle der Lastanzeige zeigt: Gut 30 Tonnen hängen jetzt an den vier daumendicken Seilen von „PK 2“ – für den Hochleistungskran ein Klacks. Nur ein leises Wimmern der Kranwinde kündet von der Kraftanstrengung. Zu schmalen Sehschlitzen verengen sich Weidners Augen, als er kurz darauf mit dem Container die winzig kleinen Andockzapfen auf dem Lkw anvisiert. Auf die Frage, ob er eine optische Hilfe für das Lademanöver zu Verfügung habe, sagt Weidner ungerührt: „Die hier.“ Er deutet mit zwei Fingern auf seine Augen. Maßarbeit ist seit 17 Jahren sein Metier.

Der Ladeschluss gegen 15 Uhr rückt näher, es geht Schlag auf Schlag. Ein Sattelschlepper nach dem anderen brummt auf das Terminal, um seine Ladung abzugeben. „Alle möglichen Güter sind dabei“, sagt Hunfeld in den Lärm hinein. Viele der schweren Lkw kommen direkt von nebenan: Die Dörpener Firma UPM Nordland Papier ist der wichtigste Kunde der DUK.

Inmitten des Brummiballetts verrichtet ein eigentümlich aussehendes Gefährt seine Arbeit: der Reachstacker. Mit seinen mannshohen Rädern und dem hydraulisch ausfahrbaren Greifarm erinnert er an einen übergroßen Zwitter aus Gabelstapler und Radlader. „Über 40 Tonnen kann ich damit heben“, lässt Geräteführer Günter Dreesmann wissen. Gesagt, getan: Der Greifarm senkt sich auf einen der wartenden Container, packt diesen und hebt ihn an. Als wäre er ein leerer Schuhkarton, hebt der Kraftprotz den tonnenschweren Stahlkasten in die Luft.

Containerreparaturen

Eine wichtige Aufgabe des Reachstackers ist der Transfer schadhafter Container zur Instandsetzung. Nicht selten kommen mit dem Frühzug beschädigte Container in Dörpen an. Ein Fall für Hans-Hermann Mauer und seine Kollegen in der firmeneigenen Werkstatt. „Viele Container kommen ja aus den großen Überseehäfen“, sagt Mauer. Und dort wird „nicht gerade zimperlich“ mit den Transportboxen umgegangen. In der Werkstatthalle werden sie wieder auf Vordermann gebracht. Mauer und seine Männer fertigen gerade einen Schüttgutcontainer für Stärkemehl ab: Die Metallbauer haben dessen verschlissene Innenbeschichtung erneuert. Mauer legt Wert auf höchste Gründlichkeit: „Da dürfen keine Farbabplatzer, kein Rost und sonstige Reste sein.“ Doch alles ist Ordnung, Mauer verplombt den Container. Gleich wird Kollege Dreesmann mit dem Reachstacker die Transportbox abholen.

Derweil belädt „PK 2“ am anderen Ende des DUK-Areals die letzten leeren Waggons. Auf und nieder geht das Krangeschirr. Auch heute wird der Güterzug nach München pünktlich um 15.40 Uhr das Dörpener Verladeterminal verlassen.

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