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109 Einsatzkräfte proben den Ernstfall

veröffentlicht am 06.09.2012 in Presse und Entwicklung
Tanklaster mit Chlorwasserstoffsäure leckgeschlagen – Großalarm in der Samtgemeinde Dörpen (Bericht Ems-Zeitung 12-09-2012 von jsi).

Großalarm für die Feuerwehren der Samtgemeinde Dörpen: Zu einer groß angelegten Übung rückten mehr als 100 Einsatzkräfte im Dörpener Hafen an.

Einen leckgeschlagenen Gefahrgutlaster mussten die Einsatzkräfte abdichten. Fotos: Feuerwehr

„Gefahrgutunfall“, so lautete das Einsatzstichwort für die Ortsfeuerwehr Dörpen. Sie fand im Güterverkehrszentrum am Dörpener Hafen ein Übungsszenario vor, das es in sich hatte. Hier war beim Rangieren ein Tanklastzug mit Chlorwasserstoffsäure leckgeschlagen. Ein Mitarbeiter wurde verletzt und musste gerettet werden.

Nach Erkundung der Lage durch die ersten Feuerwehrmänner wurde Großalarm für die Feuerwehren der Samtgemeinde Dörpen, bestehend aus den Wehren Dersum, Kluse und Heede sowie der Werkfeuerwehr Nordland Papier, gegeben. Zur Unterstützung auf dem Wasserweg wurde auch die Feuerwehr Rhede mit dem Boot und die Technische Einsatzleitung des Landkreises zur Unterstützung des Einsatzleiters vor Ort eingesetzt. 109 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Aufgrund der Windrichtung galt es zunächst, die auftretenden Dämpfe mit Wasserwerfern niederzuschlagen, da es drohte, dass diese in Richtung der angrenzenden Unternehmen ziehen. Von der Wasserseite her kam das Rheder Boot mit einer Tragkraftspritze (TS) und einem Wasserwerfer zum Einsatz.Ausgestattet mit Chemikalienschutzanzügen (CSA), dichteten die Wehrmänner die Leckage mit Dichtungsmaterial ab. Gleichzeitig galt es, den als vermisst geltenden Arbeitnehmer zu suchen und in Sicherheit zu bringen.Die technische Einsatzleitung des Landkreises unterstützte den Einsatzleiter der Dörpener Wehr, Wilfried Ahlers, bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Unter anderem sind Einsatzabschnitte zur Koordinierung gebildet worden, um eine bessere Struktur zu bekommen. Die Übung wurde nach rund zwei Stunden erfolgreich beendet. Wilfried Ahlers zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung und dankte allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit und die dafür geopferte Freizeit. Der Leiter für Sicherheit und Technik, Willi Bruns von der Dörpener Umschlagsgesellschaft (DUK), zeigte sich angesichts des Verlaufes ebenfalls sehr zufrieden. Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken betonte, man sei für Ernstfall gerüstet, und das sei ein gutes Gefühl.

 

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